Münster St. Anna

Das Münster ist ohne Zweifel der Mittelpunkt der Klosteranlage. Auffallendster architektonischer Schmuck ist ein großes, ostseitiges Maßwerkfenster (unser Bild). 1533 ließ Veronika von Rietheim das Mittelschiff einwölben und die Gadenfenster mit Maßwerk versehen. Das Chorfenster zählt zu den ältesten figürlichen Glasgemälden des Zisterzienserordens überhaupt. Welchen Eindruck dieses Glasgemälde auf die zu Chorgebet und Konventamt versammelten Nonnen machte, können wir erahnen, wenn die Morgensonne die einzelnen Felder zum Leuchten bringt ...

Die "Johannesminne" (Christus-Johannes-Gruppe), die in einer Spitzbogennische der Chorstirnwand steht, gehört zu den kostbarsten kunsthistorischen Schätzen Heiligkreuztals. Das aus einem Nußbaumblock geschnitzte, rückseitig ausgehöhlte Meisterwerk trägt noch heute seine ursprüngliche Fassung: blau auf silber das Gewand Jesu, sein Mantel golden, Johannes in einem grünen Kleid und einem goldbortenbesetzten Purpurumhang. Beide sitzen eng nebeneinander auf einer Bank. Die Hände ruhen ineinander. Selbst die Falten ihrer Gewänder verlaufen in gleichem Rhythmus und Schwung ...

Zum Anfang der Seite